Erlebniscamp auf Burg Hohenberg

Burg Hohenberg Kanuwandern auf dem Egersee Hochseilklettergarten Folterkammer Lagerfeuer

Durch Sport und gemeinsames Erleben zu mehr Kompetenz. Das war Ziel eines einwöchigen Projekts auf Burg Hohenberg an der Eger, an dem sich das Sonderpädagogische Förderzentrum Eschenbach in Zusammenarbeit mit der Stadt Grafenwöhr beteiligte.
Gefördert wurde die Aktion von der EU. Dabei geht es um die Eingliederung von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt durch eine umfassende und qualifizierende Vorbereitung auf Bewerbungssituationen. Eine Woche betreuten Sonderschul-lehrerin Susanne Gründl, ihre Kollegen Oliver Dübeler und Tilman Humbser, sowie Referendarin Kristina Müller Buben und Mädchen der Klassen fünf bis neun.
Begeistert machten die Schüler, denen die herrliche Burganlage sehr gefallen hat, mit. Erlebnispädagoge Stefan Müller, unterstützt von Alexander Geist und Adrian Havalambie, war ein umsichtiger Projektleiter.


Erster Eindruck wichtig

Die Aus- und Bildungsprogramme müssen auf Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt reagieren, um eine adäquate Berufsqualifizierung zu ermöglichen. Die Anforderungen an die Bewerber steigen, Arbeitgeber setzen von Beginn an Qualifikationen, Sozial- und Handlungskompetenz voraus. Ein erfolgreicher Eintritt in den Arbeitsmarkt und der Erhalt einer Lehrstelle hängen mehr als früher vom ersten Eindruck des Bewerbers, dem Bewerbungsgespräch, dem Auftreten des Bewerbers ab. Wie Stefan Müller betont, geht es bei dem Projekt speziell um Vermittlung sozialer Kompetenz durch handlungsorientiertes Lernen.


"Wenn du es mir sagst, werde ich es vergessen, wenn du es mir zeigst, werde ich es mir merken, wenn du es mich tun lässt, werde ich es verstehen" sei dazu ein wichtiger Ansatz. Durch Lesen behalte der Mensch zehn Prozent, durch Hören 20, durch Sehen durchschnittlich 30, durch eigenes, bewusstes Tun 90 Prozent in Erinnerung. Aus dieser Erkenntnis ergebe sich die Notwendigkeit ganzheitlichen, handlungsorientierten Lernens. Naturerfahrung und Selbsterfahrung werden dabei in ganzheitliches Lernen mit Herz, Kopf und Hand integriert.


Die Erlebnispädagogik umfasst die Erfahrung eigener Ressourcen und Grenzen, Kommunikationsfähigkeit, Konflikt-  und Problemlösung, Selbstbewusstsein, Eigenständigkeit und Verantwortung, Flexibilität und Kreativität, Zuverlässigkeit.


Umsetzung des Konzepts

Kooperative Abenteueraktionen und Übungen, Hochseilgarten, Floßbau und Floßfahrt auf dem Egerstausee, Kanuwandern, Einführung in Karte und Kompass/GPS, Orientierungslauf, klettern und Expeditionen in das nähere Umland von Hohenberg standen den Schülern als praktische Methoden der Erlebnispädagogik zur Verfügung. Es wurde viel und auch konträr über sämtliche Aktionen diskutiert. Am Ende werteten die Teilnehmer  das Projekt gemeinsam aus, überprüften die Vorhaben aus der Vertragswerkstatt und wagten einen Ausblick auf individuelle Schritte auf dem Weg zur Integration in den Arbeitsmarkt. Auch gab es Urkunden, die die Teilnahme am Projektbestätigen.
Rektor Franz Geigenberger dankte der Stadt Grafenwöhr, die den Zugang zu Fördermitteln ermöglichte, da Grafenwöhrer auch das SFZ Eschenbach besuchen.


Extra-Touren

Hochseil Seilsicherung Abseilen  an der Burgmauer Floßbau und Floßfahrt Abschlussprüfung Lehrerbank